Xlink

 
{Internet Consulting GmbH}
Xlink-Home

VIS baut auf das Internet

Das Verbandsinformationssystem (VIS) des GDV, abgedruckt in 'vb' Versicherungsbetriebe, S.38-39. (1998)

VIS baut auf das Internet

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) schließt seine 474 Mitgliedsunternehmen gemeinsam mit dem Internet-Systemhaus Xlink aus Karlsruhe an das interne Netz der Versicherungswirtschaft ("VIS"-Extranet) an. Heute exisiteren bereits 60 Konzernanschlüsse, so daß mehr als 100 Assekuranzen vom Verbandsinformationssystem profitieren. Über das "VIS", das auf Internet-Technologie basiert, tauschen sowohl der GDV als auch alle angeschlossenen Versicherungen schnell Verbandsrundschreiben aus oder nutzen Dienste von externen Anbietern. Xlink stellt hierzu wahlweise Dial-in-Zugänge sowie Festverbindungen und technischen Support zur Verfügung.

Der GDV fungiert als Schnittstelle zwischen Versicherungswirtschaft und Politik sowie als Dienstleister für seine Mitgliedsunternehmen. Ein wichtiger Service ist die Aufbereitung und Verteilung von Informationen an die Mitglieder in Form von Verbandsrundschreiben. Vor der Einrichtung des Verbandsinformationssystems - VIS - im Januar 1998 wurden die Rundschreiben ausgedruckt, vervielfältigt und per Post an die Mitglieder verschickt. Bei den Empfängern wurden die Informationen dann wiederum kopiert und im Unternehmen über die interne Verteilung weitergeleitet. Für die Archivierung der Rundschreiben sorgte dann unter Umständen jede Abteilung eigenständig. Ein zeitraubender Prozess, der mehrere Tage dauern konnte.

Informationen in Minuten

Heute wird die Verteilung der Verbandsinformationen über das VIS in wenigen Minuten realisiert. Neue Rundschreiben werden per E-Mail signalisiert, so daß die Mitglieder diese sofort und direkt über World Wide Web abrufen können. Als Extranet ist das VIS sozusagen ein Internet auf Verbandsebene mit geregeltem Zugriff auf Teilbereiche von außerhalb.

Dank des VIS ist die Informationserstellung und -verteilung automatisiert. Dazu gehört eine einheitliche Erstellung und Freigabe, die automatische Aufbereitung und Konvertierung in HTML-Format. Nach der Freigabe des Rundschreibens werden Kurzinformationen über dessen Inhalt an entsprechende Verteilerkreise versandt. Über interne Verteiler werden die Informationen in den Unternehmen in Sekunden weitergeleitet.

Die zentrale elektronische Archivierung bietet den Verbandsmitgliedern jetzt Recherchemöglichkeiten, die über die Suche nach bestimmten Rundschreiben hinausgehen. Verschiedene Informationssammlungen zur Rechtsprechung und externe Dienste wie die Juris-Datenbanken und Online-Versionen von Zeitschriften sind zugänglich. Da das System auf Internet-Technologie basiert, ist der E-Mail-Versand auch im VIS ohne Problem möglich. Zusätzlich wurden Diskussions- und Informationsforen in Form von "News" eingerichtet. Die Infrastruktur des Verbandsinformationssystems ermöglicht zusätzlich den elektronischen Datenaustausch zwischen den GDV-Mitgliedern und beispielsweise dem Kraftfahrtbundesamt.

Das Internet bedient alle Umgebungen

Die Entscheidung für die Internet-Technologie als Basis für das VIS fiel 1996 hauptsächlich aufgrund der bei den Mitgliedsunternehmen implementierten IT-Umgebungen. Die Bandbreite reicht dort von Windows- und OS/2-WWW-Browsern über Lotus Notes bis hin zu zeichenorientierten Browsern, etwa für 3270-Terminals. Aus historischen Gründen setzen gerade die größeren Versicherungsunternehmen meist Großrechner ein. Ziel war es daher auch, diese Technologie in das Extranet zu integrieren. Außerdem sollte eine Anbindung der gängigsten E-Mail-Systeme erfolgen. Diese komplexe Systemvielfalt läßt sich am besten mit Hilfe des Internet bewältigen.

Für die Anbindung der Mitgliedsunternehmen suchte Dietmar Schmeetz, Leiter Datenverarbeitung beim GDV, daher einen professionellen Service Provider. Nach einer Ausschreibung mit einem umfangreichen Anforderungskatalog wurde unter 14 Providern eine Vorauswahl getroffen. Nachdem vier ISP in die engere Wahl gekommen waren, entschied sich der Verband 1996 für die Xlink Internet Consulting GmbH. "Xlink erfüllte unsere technischen Anforderungen und hat die Kompetenz ein Virtuelles Privates Netz (VPN) wie das VIS aufzubauen", erläutert Dietmar Schmeetz. Außerdem ist das Internet-Systemhaus mit einem Netz von 60 Points of Presence (PoPs) flächendeckend in Deutschland vertreten.

Netzzugang zum Ortstarif

Über TCP/IP-Protokolle schließt Xlink die einzelnen Mitgliedsunternehmen kostengünstig an das Informationssystem an. Den Zugang zum VIS erhalten sie zum Ortstarif der Telekom, was erhebliche Kommunikationskosten spart. Der Service Provider schließt sowohl Einzelarbeitsplätze als auch Unternehmensnetzwerke (LANs-Local Area Networks) an das Extranet des GDV an. Einzelarbeitsplätze werden über ISDN oder analoge Verbindungen über ISDN-Karten oder Modems angebunden. Das ist speziell für kleine und mittlere Unternehmen mit wenigen VIS-Teilnehmern interessant. Die Anbindung eines LANs erfolgt für größere Unternehmen über Router und Firewalls.

Erfolgreiche Umsetzung

Als das Verbandsinformationssystem am 1. Januar 1998 in Betrieb genommen wurde, gab es einen regelrechten Run der Mitgliedsunternehmen auf das VIS. Zu Anfang hatte Xlink daher Schwierigkeiten, alle Zugänge zeitgleich zu realisieren. Nach einem Vierteljahr gab es diese Engpässe nicht mehr. "Derzeit gibt es keine Probleme: die Antwortzeiten sind gut und auch die Verfügbarkeit ist sichergestellt. Außerdem bietet Xlink immer kompetente Lösungen an", so Schmeetz. Der Karlsruher Provider stellt zur Zeit eine Leitungskapazität von 2 Mbit/s bereit. Ein Backbone mit 34 Mbit/s verbindet die strategisch wichtigen Standorte München, Karlsruhe, Frankfurt, Köln, Essen und Hannover. Zwei zusätzliche Leitungen mit 4 Mbit/s zwischen Hannover, Chemnitz und München schließen den Backbone-Ring, damit beim Ausfall einer Backbone-Leitung der Betrieb sichergestellt ist.

Derzeit denkt der GDV darüber nach, die Sicherheit des VIS mit Hilfe von Xlink weiter auszubauen. Interessant ist hier insbesondere die kryptografische Verschlüsselung von E-Mails.

Einsparungen von 2,2 Millionen D-Mark

Die Implementierung eines elektronischen Informationssystems dauert gerade in der Versicherungsbranche seine Zeit. 1997 befragte der GDV seine Mitglieder nach deren Internetnutzung. Von den damals 460 Verbandsmitgliedern mochten sich nur Rund die Hälfte überhaupt an der Umfrage beteiligen. Rund 60 Prozent der Befragten surften im World Wide Web und 46 Prozent gaben an, E-Mail am Arbeitsplatz zu nutzen. Intranet-Lösungen waren bei 10 Prozent der Versicherungsunternehmen im Einsatz, bei 30 Prozent war eine solche Lösung fest geplant. Die Akzeptanz für das elektronische Medium mußte bei den Mitgliedern also erst geschaffen werden.

Um das VIS auch im Unternehmen einsetzen zu können, mußten viele Verbandsmitglieder ihre internen Organisationsstrukturen analysieren und gegebenenfalls überarbeiten. In einigen Firmen war gar nicht bekannt, wohin und nach welchen Kriterien die Papierinformationen eigentlich verteilt worden waren.

Entwickelt wurde das System in rund sechs Bearbeiterjahren. Der Aufwand ist verglichen mit der vorhandenen Funktionalität, trotz der anfangs geringen Akzeptanz der Mitgliedsunternehmen, eher niedrig. Das liegt zum Großteil an der eingesetzten Internet-Technologie, die dem Verband den kostenintensiven Aufbau einer eigenen Infrastruktur für ein Weitverkehrsnetz erspart hat. Der GDV rechnet jährlich mit Einsparungen von mindestens 2,2 Millionen D-Mark für die Versicherungswirtschaft durch das VIS.


written by Philipp Bühler 1999-03-21
 
{}  
  
  {}
  {Internet Service GmbH}
 

Xlink: Internet. Mit Sicherheit!


valid HTML4.01 nach oben

Sitemap

Letzte Änderung: 2003-03-28

Impressum/© 2003/2010 Wilhelm Bühler

http://www.xic.de/